Abbé Patrick Muller

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Was bedeutet die Schueberfouer für Sie persönlich?

Sie ist definitiv das größte Ereignis des Jahres in Luxemburg! Eine Zeit mit viel Freude und besonders auch eine Zeit, Freunde zu treffen.

Wie lange arbeiten Sie schon auf der Schueberfouer und was ist genau Ihre Aufgabe?

Ich bin nun seit 11 Jahren Seelsorger der Schobermesse und zusätzlich für die Kapelle auf dem Glacis zuständig. Da versuche ich, die Menschen gut zu empfangen. Als Pfarrer der Schausteller feiere ich z.B. am letzten Freitag der Kirmes einen Dankgottesdienst mit den Schaustellern. Für die habe ich immer ein offenes Ohr, aber natürlich auch für jeden Besucher. Immer samstags ist die Kapelle bis 22 Uhr geöffnet: Aktion „Offene Kapelle“ heißt das. Übrigens gibt es die „Stelle“ des Seelsorgers auf der Fouer seit den 70er Jahren. Damals hat die Kirche zusammen mit Bewohnern des Limpertsberg die Kinderbetreuung während der Kirmes übernommen. Heute kümmern sich Stadt und Ministerium darum.

Was ist die größte Herausforderung in Ihrem Arbeitsbereich?

Man muss für alle gleichzeitig da sein bzw. für jeden da sein. Wenn es Probleme gibt, kann der Ton unter Schaustellern schon mal rauer sein. In meiner Gegenwart werden sie dann in der Regel ruhiger. Außerdem kommen viele Leute wohl nur während der Fouer mit der Kirche in Kontakt. Das ist mit Sicherheit auch eine Herausforderung.

Gab es besonders schöne oder auch kuriose Erlebnisse in den vielen Jahren?

Im Jahr 2009 konnten wir gemeinsam mit den Schaustellern ein Kirchenfenster für die Glacis-Kapelle kaufen. Das zeigt, dass denen wirklich etwas an der Kirche liegt, und hat mich natürlich sehr gefreut. Der offizielle Fouer-Rundgang ist jedes Jahr aufs Neue spannend… für mich aber irgendwie eine Mischung aus Angst und Spaß, denn für das eine oder andere Karussell muss man sich ja schon überwinden.

Wie sieht Ihrer Meinung nach der perfekte Tag auf der Schueberfouer aus?

Der fängt mit gutem Wetter an: 20 bis 25 Grad und Sonnenschein. Die Schueberfouer starte ich am liebsten an einem Getränkestand – also sozusagen mit einem Fouer-Aperitif. Dann mit Freunden über die Kirmes schlendern und auf keinen Fall das Riesenrad auslassen. Das ist nämlich für mich im wahrsten Sinne des Wortes „das Größte“! Und wenn es am Ende dann noch ein unfallfreier Tag war, dann war es wirklich perfekt!

Die Schueberfouer in einem Satz…

Perfekte Möglichkeit, Freunden zu begegnen und Freundschaften zu vertiefen!




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